Die Raffinerie

Eine Raffinerie ist eine Industrieanlage, aus unterschiedlichen Segmenten, um Erdöl zu verarbeiten. Der Rohstoff wird in gigantischen Tanks gelagert. Rohrleitungen und Pumpen transportieren das Öl für die Verarbeitung im Werk. Bevor das Rohöl verarbeitet wird, muss es gereinigt werden. Wasser, Sand und Salze werden entfernt. Die Stoffe könnte sonst die Anlage beschädigen. Erst jetzt bezeichnet man Erdöl als Rohöl.

Die entscheidende Verarbeitung findet in riesigen Öfen statt. Hier wird das Rohöl gecrackt, also in verschiedene Bestandteile aufgespaltet. Dafür wird viel Wärme und ein hoher Druck benötigt. Das Rohöl wird auf 400 Grad erhitzt. Dabei verdunsten die leichten Anteile des Rohöls und es entsteht Gas oder Benzin. Die etwas schweren Bestandteile werden zu Diesel oder Heizöl verarbeitet. Aus den schwersten Bestandteilen vom Rohöl werden Schmierstoffe und Bitumen (für den Straßenbau) hergestellt.

In einer Erdölraffinerie gibt es zusätzliche Anlagen, um die halbfertigen Produkte weiter zu verarbeiten. Das Wort Raffinerie stammt aus dem französischen und bedeutet so viel wie verfeinern. Die erste Raffinerie für Erdöl wurde in Polen, vom Erfinder der Petroleumlampe, eingerichtet. Damals hat man ein Kupferkessel mit Rohöl zum Kochen gebracht. Die dadurch entstandenen Dämpfe (leichtes Öl) wurden durch ein Rohr geleitet und abgekühlt. Dabei bildete sich ein Kondensat: Das sogenannte Petroleum.