German Angst

Kein Volk der Welt fürchtet sich mehr vor der Inflation als wir Deutschen.

Der Grund liegt in unserer Geschichte, im vergangenen Jahrhundert erlebte Deutschland gleich zweimal eine dramatische Geldentwertung. Daraus hat sich offensichtlich ein kollektives Trauma entwickelt. Die steigende Inflation ist aktuell wieder ein Thema in Medien und Fachpresse.

Die Inflation kommt schleichend daher und das macht die Geldentwertung so gefährlich, dass man sie erst über die Jahre so richtig spürt. Drei Prozent Inflation jährlich klingen nicht dramatisch, aber in 30 Jahren wird so aus einem angesparten Polster von 100.000 Euro eine Kaufkraft von nur noch 42.000 Euro.

Bei fünf Prozent Inflation bleiben sogar nur noch 23.000 Euro Kaufkraft übrig. Zwei Prozent Inflation sind gewissermaßen normal, das ist der Richtwert, an dem sich die Europäische Zentralbank orientiert.

Wer sich mit „sicheren“ aber kaum verzinsten Anlagen versorgt, dem frisst die Inflation auf Dauer gewaltige Löcher in das angesparte Kapital. Wie kannst du dich davor schützen und dein Geld sichern?

Der Autor wirbt einmal mehr für Aktien. Denn Aktien von Unternehmen, die höhere Preise an ihre Kunden weitergeben können, bieten einen gewissen Schutz vor der Geldentwertung. Und im Gegensatz zum Gold werfen Aktien auch noch regelmäßige Dividenden ab.  

Anders formuliert, ein gut gemischtes Wertpapierdepot holt schon mit der Dividende die Inflation fast wieder herein. Die Kursgewinne bringen auf Dauer die reale Rendite. Deshalb solltest du darüber nachdenken, welcher Teil deines Vermögens bisher noch in niedrig verzinsen Anlagen vor sich hin schrumpft.

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