Grauer Markt

Vermutlich wird jeder meiner Leser wissen, was ein Schwarzmarkt ist. Auf dem Schwarzmarkt lassen sich illegale Waren und Leistungen mit, vielleicht ebenfalls illegal erworbenen, finanziellen Mitteln beschaffen. Die reale Welt ist ausreichend bestückt, mit Betrügern, Dealern, Schiebern, kleinen und verdammt großen Kriminellen aller Art. Für uns gemeine Bürger ist kaum mehr als die Spitze des Eisbergs sichtbar. Der Schwarzmarkt hat sich mit Internet und Darknet an die neue Welt angepasst. Das digitale Netz bietet unendliche neue Möglichkeiten.

Aber was ist der graue Markt?

Nun, das ist eine Finanzwelt, die zwischen Legalität und Illegalität diffundiert. Da sind zum einen die ganz legal handelnden Anleger (die weißen Schafe), so wie der Autor und seine Leser. Zum anderen sammeln Unternehmer und Glückritter (die schwarzen Schafe) Geld auf dem Kapitalmarkt ein – für scheinbar profitbringende Projekte. Selbstverständlich ist die Idee für ein Projekt und das Marketing drumherum weitgehend legal. Der Anstrich muss glänzen, damit Anleger ihr Kapital für Investitionen freigeben.

Bitte nicht falsch verstehen, ganz sicher gibt es viele gute Projekte die am Ende dennoch scheiten, weil eine Idee oder ein Startup eben – unbestreitbar – unternehmerische Risiken bergen. Der graue Markt ist etwas anderes. Das vermeintlich Investment zielt einzig und alleine auf das Geld der Anleger ab, ohne je eine Chance auf Erfolg. Ein simples Beispiel aus der Fantasie des Autors:

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