Unsere AGBs

AGB Vorbemerkung

Die nachstehenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten ergänzend zu den jeweiligen Vereinbarungen zwischen Kristan GmbH Immobilien („Makler“) und dem Kunden („Auftraggeber“). Das bedeutet, dass die individuellen Vertragsvereinbarungen zwischen den Parteien Vorrang vor den Formularvereinbarungen und vor den Allgemeinen Geschäftsbedingungen haben.

§ 1 Informationspflichten und Vertraulichkeit

Sämtliche Informationen einschließlich der Maklerangebote sind ausschließlich für den Auftraggeber bestimmt und von diesem vertraulich zu behandeln. Sie dürfen ohne Zustimmung des Maklers, die zuvor schriftlich erteilt werden muss, nicht an Dritte weitergegeben werden. Eine unberechtigte Weitergabe verpflichtet zum Schadensersatz in Höhe der Provision, die der Makler im Fall einer erfolgreichen Nachweis- oder Vermittlungstätigkeit erzielt hätte. Bestreitet der Auftraggeber die Schadenshöhe, so trägt er dafür die Beweislast.

§ 2 Doppeltätigkeit

Der Makler darf auch für die andere Vertragspartei provisionspflichtig tätig werden.

§ 3 Haftungsbeschränkung

Der Makler haftet nur für grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz, es sei denn, der Schaden beruht auf einer Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit des Auftraggebers, die auf ein vorsätzliches oder fahrlässiges pflichtwidrigem Verhalten des Maklers beruht.

§ 4 Provisionsanspruch

Kommt durch den Nachweis oder die Vermittlung des Maklers ein Kauf- bzw. Miet- oder Pachtvertrag zustande, so ist – wenn nicht etwas anders vereinbart wurde – die ortsübliche Provision zu bezahlen. Im Fall des Abschlusses eines gewerblichen Mietvertrags, der über mehr als 5 Jahre längstens jedoch 10 Jahre abgeschlossen wurde, entstehen 3,0 Prozent Provision zuzüglich Mehrwertsteuer auf der Berechnungsgrundlage der auf die Vertragsdauer entfallenden Mietzinses (10-Jahres-Netto-Miete).

Optionen verlängern die Berechnungsgrundlage für die Laufzeiten entsprechend. Mindestgebühr für die Option = zwei Monatsmieten. Bei Staffelmieten wird als Berechnungsgrundlage der Provision die durchschnittliche Miete während der gesamten Vertragslaufzeit herangezogen. Mietanpassungen auf Grund von Indexklauseln bleiben davon unberührt. Die Pflicht zur Provisionszahlung erlischt nicht durch eine Beendigung des Vertrags, wenn der Makler während der Vertragslaufzeit ein Objekt nachgewiesen oder vermittelt hat, der Abschluss aber erst nach Vertragsende erfolgt.

§ 5 Aufwendungsersatz

Soweit der Auftraggeber seine Vertragsabsichten aufgibt, ist er verpflichtet, dem Makler unverzüglich hiervon schriftlich in Kenntnis zu setzen. Der Makler erhält für diesen Fall vom Auftraggeber alle nachweislich entstandenen Aufwendungen, wie z.B. Insertionskosten, Internetwerbung, Porto- und Telefonkosten, Zeitaufwand für Objektbesichtigungen und Fahrtkosten, Prospekterstellung, Kosten für Bild- und Videomaterial, Außenwerbung am Objekt.

§ 6 Ersatz- und Folgegeschäfte

Eine Honorarpflicht des Auftraggebers gemäß den vereinbarten Provisionen besteht auch bei einem Ersatzgeschäft. Ein solches liegt beispielsweise vor, wenn der Auftraggeber im Zusammenhang mit der vom Makler entfalteten Tätigkeit von seinem potentiellen und vom Makler nachgewiesenen Hauptvertragspartner eine andere Gelegenheit zum Hauptvertragsabschluss erfährt oder über die nachgewiesene Gelegenheit mit dem Rechtsnachfolger des potentiellen Hauptvertragspartners den Hauptvertrag abschließt oder das nachgewiesene Objekt käuflich erwirbt, anstatt es zu mieten, zu pachten bzw. umgekehrt.

Ein Ersatzgeschäft im Sinne dieser Vereinbarung liegt auch vor, wenn statt dem ursprünglich beabsichtigten Hauptvertrag eine andere Vertragsgestaltung gewählt wird (z.B. Unternehmenskauf, Kauf von Geschäftsanteilen, Merger & Akquisition, usw.), die wiederum Rechte des Auftraggebers am nachgewiesenen oder vermittelten Objekt begründen.

§ 7 Erfüllungsort und Gerichtsstand

Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen oder privaten Rechts, so ist Erfüllungsort für alle aus dem Vertragsverhältnis herrührenden Verpflichtungen und Ansprüche der Firmensitz des Maklers; dieser wird auch als Gerichtsstand vereinbart.

§ 8 Schriftform

Änderungen oder Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Schriftform. Genügen sie dieser nicht, so sind sie nichtig. Dies gilt auch für Änderungen dieser Schriftformklausel.

§ 9 Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam oder nichtig sein oder werden, so berührt dies die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen dieses Vertrages nicht. Die Parteien verpflichten sich, unwirksame oder nichtige Bestimmungen durch neue Bestimmungen zu ersetzen, die dem in den unwirksamen oder nichtigen Bestimmungen enthaltenen wirtschaftlichen Regelungsgehalt in rechtlich zulässiger Weise gerecht werden. Entsprechendes gilt, wenn sich in dem Vertrag eine Lücke herausstellen sollte. Zur Ausfüllung der Lücke verpflichten sich die Parteien auf eine angemessene Regelung hinzuwirken, die dem am nächsten kommen, was sie nach dem Sinn und Zweck des Vertrages bestimmt hätten, wenn der Fall von ihnen bedacht worden wäre.