Lithium – der Werkstoff der Zukunft

Als wichtige Komponente für saubere Technologie wie Elektrofahrzeuge und Batteriespeicher wird Lithium eine wesentliche Rolle beim Übergang zu einer CO2-reduzierten Wirtschaft spielen. Für die kommenden zehn Jahre wird ein zweistelliges Wachstum der Lithiumnachfrage prognostiziert.

Lithium aus Europa

Jadarit ist ein Lithium-Natrium-Borosilikat-Mineral, das 2004 in der Nähe der Stadt Loznica im Westen Serbiens entdeckt wurde. Die Lagerstätte hat das Potenzial, Serbien zu einem wichtigen globalen Produzenten von Lithium zu machen.

Für die geplante Erschließung investiert das Bergbauunternehmen Rio Tinto 2,4 Milliarden US-Dollar in eine Untertagemine mit zugehöriger Infrastruktur und Ausrüstung, einschließlich elektrobetriebener Muldenkipper, sowie eine chemische Aufbereitungsanlage zur Herstellung von Lithiumcarbonat in Batteriequalität.

Die erste verkaufsfähige Produktion aus der Mine wird für 2026 erwartet: Nach dem Hochlauf auf die volle Produktion im Jahr 2029 soll die Mine jährlich 58.000 Tonnen Lithiumcarbonat fördern, was Rio Tinto zu einem der zehn größten Lithiumproduzenten der Welt macht.

Basierend auf dieser jährlichen Produktion von Lithiumcarbonat, strebt Rio Tinto an, dass der Betrieb über die erwartete Lebensdauer der Mine von 40 Jahren 2,3 Millionen Tonnen Lithiumcarbonat produzieren wird. Die Jadar-Mine verfügt angeblich über Reserven in Höhe von 118 Millionen Tonnen Erz mit einem Gehalt von 1,8 Prozent Lithiumoxid, schreibt der United States Geological Survey. 

Lithiumabbau bedroht die Umwelt

Das Bergbau-Projekt im Tal des Flusses Jarda ist nicht unumstritten und frei von Risiken: Eine Gefahr ist der hohe Arsengehalt des Erzes. Bei einer Laufzeit der Mine von 40 Jahren, könnten 6000 Tonnen Arsen auf den Abraumhalden landen. Außerdem besteht die Gefahr, dass der Bergbau die wertvollen Grundwasserreserven zerstört.

Obwohl sämtliche Genehmigungen noch ausstehen, kauft der Betreiber Grundstücke im Bereich des geplanten Bergwerks auf. Nicht jeder will verkaufen und Anwohner befürchten die staatliche Enteignung von Grund und Boden, weil die Regierung im 160 km entfernten Belgrad das Projekt unterstützt.

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