Transaktionen vs. Rendite

Die Gesamtkosten einer langfristigen Vermögensanlage werden von den meisten Anlegern dramatisch unterschätzt. Diese Kosten können sich im besten Fall zwischen 0,3 Prozent des Anlagevolumens pro Jahr und im schlechtesten über 4 Prozent bewegen. Das gilt sowohl für Fonds als auch für Einzelwertanleger.

Was hohe Kosten für die Wertentwicklung der Anlage bedeuten, zeigt ein einfaches Zahlenbeispiel. Dabei unterstellen wir eine Bruttorendite von 12 Prozent pro Jahr vor Kosten der Anlage, einen einmaligen Anlagebetrag von 10.000 Euro und zwei alternative Fondsinvestments: Das eine verursacht Kosten von 2 Prozent pro Jahr (ein eher am unteren Rand des üblichen Spektrums liegender Wert), das andere von 0,3 Prozent per annum (mit den kostengünstigsten deutschen Indexfonds erreichbar).

Wertentwicklung nach 10 Jahren = 31.100 Euro vor Kosten.
Wertentwicklung nach 10 Jahren bei 2,0 % Kosten p.a. = 25.900 Euro.
Wertentwicklung nach 10 Jahren bei 0,3 % Kosten p.a. = 30.200 Euro.
Kostenunterschied = 4.300 Euro!

Wertentwicklung nach 20 Jahren = 96.500 Euro vor Kosten.
Wertentwicklung nach 20 Jahren bei 2,0 % Kosten p.a. = 67.300 Euro.
Wertentwicklung nach 20 Jahren bei 0,3 % Kosten p.a. = 91.400 Euro.
Kostenunterschied = 24.100 Euro!

Wertentwicklung nach 30 Jahren = 299.600 Euro vor Kosten.
Wertentwicklung nach 30 Jahren bei 2,0 % Kosten p.a. = 174.500 Euro.
Wertentwicklung nach 30 Jahren bei 0,3 % Kosten p.a. = 276.400 Euro.
Kostenunterschied = 101.900 Euro!

Die Beispielrechnung zeigt eindrucksvoll, welche krassen Unterschiede in der Wertentwicklung selbst eines kleinen Portfolios sich im langfristigen Zeitablauf ergeben, wenn die Kosten der Anlage nicht optimiert werden. Eine noch größere Differenz hätte sich ergeben, wenn wir im Falle des ersten Investments statt mit einer 2-prozentigen Kostenbelastung mit 4 Prozent gerechnet hätten, ein Wert, den – wie zuvor erwähnt – viele Anleger mühelos erreichen. Für das Ausmaß dieses Unterschiedes ist der Zinseszinseffekt verantwortlich.

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