Viel hilft viel?

An Informationen für Anleger mangelt es nicht. Im Gegenteil: Das Internet und die Fachmedien sind voller Börsen- und Wirtschaftsnachrichten. Einige Anleger glauben tatsächlich, je mehr Informationen, Empfehlungen und Analysen sie aufsaugen, desto schneller würden sie reich.

Die meisten Anleger können die tagtägliche Informationsflut nicht verarbeiten – zumal viele Meinungen von Experten oft meilenweit auseinander liegen. Nach dem Motto frage drei Ärzte und du bekommst vier Diagnosen.

Viele Anleger werden von der Lawine aus Meinungen und Nachrichten regelrecht überrollt und verlieren die Orientierung. Sie können nicht mehr unterscheiden, welche Informationen relevant sind und welche nicht. Und schon gar nicht, welcher der zahlreichen Experten recht hat. Außerdem überschätzen Anleger, welches Kapital sie aus den Informationen schlagen können.

Berichterstattung wird zur Meinungsmache

Belastend kommt hinzu, dass Medien die Trends an den Börsen verstärken. Ein Börsencrash kostet nicht nur viel Geld, sondern ebenso viele Nerven. Die fallenden Kurse, begleitet von fetten negativen Schlagzeilen, befeuern die Panik der Anleger. Redaktionen investieren mehr Zeit in die Schlagzeilen als in den Artikel selbst. Die objektive Berichterstattung rückt damit in den Hintergrund.

Tipp vom Autor

Lass dich nicht verrückt machen, entscheidend ist, dich auf Meldungen zu konzentrieren, die langfristigen Einfluss auf Unternehmen haben. Langfristig steigt keine Aktie mehr, nur weil du mehr darüber liest. Schlagzeilen solltest du kritisch hinterfragen. Am Ende gilt, nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern.

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