Eigentlich ist es kein guter Zeitpunkt für einen Autobauer an die Börse zu gehen. Die Aktienkurse fallen, da Russland droht, Europa den Gashahn abzudrehen. Trotz guter Gründe den Börsengang zu verschieben, kündigt Volkswagen seine Absicht an, die Luxusmarke Porsche für 60 bis 85 Milliarden Euro an die Börse zu bringen.

Das würde ein KGV von 15 bis 21 für Porsche bedeuten, dabei wird der gesamte Volkswagen-Konzern lediglich mit einem KGV um 5 gehandelt. Der Umsatz von Porsche lag 2021 bei 33,14 Milliarden Euro, davon blieben 4,03 Mrd. Euro als Nettogewinn in der Kasse übrig (nach 3,16 Mrd. Euro in 2019).

Im ersten Halbjahr des aktuellen Jahres steigert der Autobauer aus Zuffenhausen den Umsatz – trotz Krisen und Halbleitermangel – erneut um 8,5 % gegenüber dem Vorjahr. Bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge ist Porsche im VW-Konzern führend.

Relative Freiheit für Porsche

„Die Porsche SE hat beschlossen, 25 Prozent zuzüglich einer Aktie der Stammaktien an der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG im Zusammenhang mit dem Börsengang zu erwerben.“

Der Deal wird es dem Porsche- und Piëch-Clans ermöglichen, eine direkte Kontrolle über Porsche zu erlangen, indem Sie 25 % und eine stimmberechtige Aktie erwerben. Selbst wenn der Börsengang für VW in die Hosen geht, werden einige wenige Aktionäre immer noch bekommen, was sie wollen.

Die schon lange börsennotierte Porsche SE hat mit der Autoproduktion von Porsche bisher nichts zu tun. Die Porsche SE ist eine Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Stuttgart. Die mit Abstand wichtigste Anlage ist die Beteiligung an der Volkswagen AG, die 53,3 % der Stimmrechte und 31,4 % des Kapitals umfasst.

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