Die Frage könnte auch lauten, wozu brauche ich eine Autowerkstatt?

Das kann ich doch alles selbst!

Der gelernte Automechaniker kann sicher viel mehr als nur Autowaschen oder Ölkontrolle. Als Profi wird ein Mechaniker den defekten Motor zerlegen und am Ende funktionstüchtig wieder einbauen. Doch nicht nur sein Wissen und seine Erfahrung ist gefragt, auch das Umfeld muss stimmen: Ohne Werkzeuge und Hebebühne, lässt sich ein Motor nur schwer aus- und wieder einbauen.

Das alles hat einen Preis.

Wie auch immer, nicht jeder von uns ist ein ausgebildeter Automechaniker.

Aber Immobilienmakler kann doch jeder werden!

Das ist richtig.

Um sich offiziell als Immobilienmakler zu bezeichnen reicht i.d.R. ein Gang zum Ordnungsamt.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

Ein Automechaniker – die korrekte Bezeichnung lautet Automechatroniker – durchläuft eine dreijährige Berufsausbildung. Wer seine eigene Werkstatt eröffnen möchte, sollte einen Meistertitel vorweisen können. Ohne praktische Berufserfahrung und einer steilen Lernkurve, wird kein Mensch in Deutschland zur Meisterprüfung zugelassen. Nicht jeder von uns besitzt das Geschick um KFZ-Meister und Unternehmer zu werden. Und mal im Ernst, will ich wirklich Automechaniker werden, nur um ein Auto zu kaufen? Oder vielmehr um ein Auto fahren zu dürfen?

Immobilien sind kein massenhaftes Konsumprodukt mit Gebrauchsanleitung. Immobilien sind, das Wort sagt es schon, nicht mobil und darüber hinaus vollkommen individuell (Lage, Größe, Zustand) ausgelegt.

Der Kauf und Verkauf einer Immobilie hat für alle Beteiligten eine große Auswirkung. Für den Käufer steht oft eine lebenswichtige Entscheidung an und selbst für den Verkäufer geht es um nicht viel weniger.

Deshalb sollte es gut überlegt sein,
auf einen professionellen Makler zu verzichten.

  • Ein guter Makler sorgt für Interessensausgleich, kennt den lokalen Markt und wählt die richtige Verkaufsstrategie. Er steht Käufer und Verkäufer gleichermaßen mit Wissen und Praxiserfahrung zur Seite.
  • Ein guter Makler beschäftigt sich individuell mit der Immobilie, ermittelt ganz neutral den Marktpreis und kann diesen sachlich begründen. Er entschlüsselt komplizierte Sachverhalte, die sich aus Teilungserklärungen oder Sondernutzungsrechten ergeben.
  • Ein guter Makler erkennt Risiken (zum Beispiel aufgrund der Bausubstanz) und macht alle Beteiligten darauf aufmerksam. Aufgrund seiner Praxis kann der Makler vergleichen und abwägen. Mitunter verhindert er Mietnomaden oder Immobilien-Touristen.
  • Ein guter Makler hilft bei Problemen (zum Beispiel im Bereich der gewerblichen Nutzung) und zeigt Lösungen auf. Er kennt sich mit den Behörden (Lokalbaukommission) aus und hat Kontakte zu Fachleuten (Gutachter, Architekten, Handwerker) aus der Bauwirtschaft.
  • Ein guter Makler arbeitet mit Kollegen zusammen, um Käufer und Verkäufer schneller zu verbinden. Er nimmt zeitraubende Anfragen und Besichtigungen ab, prüft im Vorfeld die Bonität und hilft bei bürokratischen Hürden.
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  • Ein guter Makler hilft bei der zügigen Kaufabwicklung, koordiniert Termine, vermittelt Kontakte (Immobilienfinanzierung, Notar), sorgt für die Zusammenstellung aller wichtigen Dokumente, erstellt eine Marktanalyse, fotografiert die Immobilie und schreibt das Exposé.