Bayer

“Science for a better life”

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwissenschaft. Das Unternehmen mit Sitz in Leverkusen beschäftigt 99.500 Mitarbeiter und erwirtschaftet 2020 einen Umsatz von 41,4 Milliarden Euro.

Geschäftsmodell

Das Geschäft wird über drei Divisionen geführt:

Die Division Pharmaceuticals ist zuständig für die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Medikamenten auf den Gebieten Kardiologie und Frauengesundheit sowie von Spezialtherapeutika in den Bereichen Onkologie, Hämatologie und Ophthalmologie.

Die Division Consumer Health ist für die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb verschreibungsfreier Produkte in den Kategorien Nahrungsergänzung, Schmerz, Magen-Darm-Erkrankungen, Allergien, Erkältung, Fußpflege und Herz-Kreislauf-Risikovorbeugung zuständig.

Die Division Crop Science ist die Pflanzenschutzsparte von Bayer, die auf den Gebieten Saatgut, Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft tätig ist.

Shareholder und Dividende

Bayer befindet sich zu 100 % im Streubesitz. Größter Einzelaktionär mit 7,17 % ist BlackRock, gefolgt mit 3,97 % von Ellington, der Investmentfonds im Besitz der Regierung von Singapur.

Bayer strebt im Interesse der Kontinuität eine jährliche Dividende an, die zumindest der Höhe des Vorjahres entspricht. Zuletzt zahlte Bayer 2,00 Euro Dividende je Aktie – das entspricht einer Rendite von 3,9 Prozent.

Jüngere Historie (Konzernumbau)

Zwischen 2002 und 2005 wurde in einer der größten Umbauphasen in der Unternehmensgeschichte die ursprünglichen Sparten Pharma, Pflanzenschutz, Chemie und Kunststoffe als Teile des Konzerns ausgegliedert und neu formiert.

Das Kunststoffgeschäft wurde 2005 in Form eines Spin-offs als Lanxess an die Börse gebracht. Im selben Jahr übernimmt Bayer die OTC-Sparte (rezeptfreie Medikamente) vom Schweizer Pharmakonzern Roche.

2006 gab der Bayer-Konzern ein Übernahmeangebot für den Berliner Pharma-Hersteller Schering ab. Der Konkurrent Merck versuchte die Übernahme zu verhindern, einigte sich dann aber mit Bayer. Die Übernahme von Schering kostete Bayer am Ende fast 17 Milliarden Euro. Im selben Jahr veräußert Bayer den Diagnostik-Bereich für 4,2 Milliarden Euro an Siemens.

2014 erwarb Bayer für 14,2 Milliarden US-Dollar das OTC-Geschäft des US-Pharmakonzerns Merck. Mit diesem Deal wurde Bayer hinter Johnson % Johnson zweitgrößter Anbieter rezeptfreier Medikamente und Gesundheitsprodukte der Welt. 2015 bringt Bayer die Material-Science-Sparte unter dem Namen Covestro an die Börse.

Bayer legt 2016 ein Angebot über 62 Milliarden US-Dollar, zur Übernahme des US-Agrarkonzerns Monsanto, vor. Am Ende willigten die Amerikaner zum Kaufpreis von 66 Milliarden US-Dollar ein, die bislang größte Übernahme durch einen deutschen Konzern im Ausland. Der Deal wird von der EU-Kommission unter Auflagen genehmigt und Bayer verpflichtet sich, das Saatgutgeschäft an BASF zu verkaufen. Bayer steigt zum größten Agrarchemieunternehmen der Welt auf.

Im Sommer 2018 wird Monsanto in den USA verurteilt, einem Krebsopfer Schadenersatz i.H. von 289 Mio. US$ zu bezahlen. Es wurde bekannt, dass weiter 5000 Klagen dieser Art anstehen und der Börsenkurs von Bayer bricht in.

Im Sommer2020 traf Bayer ohne Eingeständnis einer Haftung eine Einigung mit einem Teil der 61800 Glyphosat-Kläger aus den USA. Für Vergleiche im Rahmen dieser außergerichtlichen Grundsatzvereinbarung erwartete Bayer Kosten von 9,6 Milliarden US-Dollar. Eine dafür in der Division „Crop Science“ gebildete Rückstellung belastete das Konzernergebnis 2020.

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