Rio Tinto Group

Die Rio Tinto Group ist ein britisch-australischer Bergbaukonzern, der vorwiegend Eisenerz, Kupfer und Aluminium, aber auch Uran, Gold und Diamanten fördert. Nach BHP Billiton ist es das zweitgrößte Bergbauunternehmen der Welt.

Meilensteine

Unter Leitung eines schottischen Unternehmers kauft eine Investorengruppe 1973 die Rio Tinto-Bergwerke in Spanien. Die neue Rio Tinto Company baute die Kupfermine aus und führte neue Techniken ein. Die Lagerstätte in Südspanien war bereits in der Bronzezeit bekannt und versorgte einst die alten Griechen und Römische mit Kupfer. Rio Tinto ist die spanische Bezeichnung für „roter Fluss“.

Nach gut 80 Jahren werden zwei Drittel der heute ertragsschwachen Rio Tinto-Mine in Spanien verkauft. Der Erlös finanziert neue Explorationsunternehmen in Afrika, Australien und Kanada. Das führt zur Errichtung neuer, großer Uranminen in Kanada und der Mary Kathleen Mine in Australien. Ab 1961 erschließen Geologen die Eisenerzvorkommen in Westaustralien. Fünf Jahre später wurde das erste Eisenerz nach Japan verschifft.

1985 erwirbt Rio Tinto eine 30%ige Beteiligung an der Kupfermine Minera Escondida in der chilenischen Atacama-Wüste, der weltweit größten kupferproduzierenden Mine. Escondida wird von BHP Billiton verwaltet. Anfang der 2000er wurden Erze in der mongolischen Wüste Gobi entdeckt. Viele Jahre weiterer Explorationen haben das beeindruckende Ausmaß der Lagerstätte offenbart.

Spagat zwischen Nachhaltigkeit und Rendite

Rio Tinto ist 2015 dem Pariser Klimaabkommen beigetreten. Drei Jahre später wurden die letzten australischen Kohleminen verkauft. Seitdem fördert Rio Tinto keine fossilen Brennstoffe mehr. Die hauptsächlich geförderten Rohstoffe sind für den Übergang in ein kohlenstoffarmes Zeitalter unerlässlich.