(für Natalie)

Im Vergleich zum Bitcoin werden klassische Währung staatlich gelenkt und der Gegenwert basiert auf das Vertrauen in Gesellschaft und Institutionen. Der Euro wird zum Beispiel von der Europäischen Zentralbank in Frankfurt kontrolliert. Die Zentralbank entscheidet, ob viel neues Geld oder wenig neues Geld gedruckt wird. Läuft die Wirtschaft gut, wird wenig neues Geld gedruckt. Läuft die Wirtschaft schlecht, wird viel neues Gelde gedruckt. Je mehr frisches Geld in den Umlauf gebracht wird, umso weniger wird das Geld wert. Das nennt man Inflation. Das bedeutet: Heute kosten ein Brot 1,00 Euro. Ein Monat später kostet das Brot 1,10 Euro. Das Brot ist teurer geworden. Oder besser gesagt – das Geld ist weniger Wert geworden (Inflation).

Anders gesagt, die Geldmenge steigt – aber die Brotmenge steigt nicht. Deshalb passt sich der Preis für Brot an. Die Ukraine hat eine sehr hohe Inflation. Deshalb steigen die Preise für die Ukrainer sehr schnell. Aber nicht für mich als Ausländer. Auch wenn die Preise beim ukrainischen Bäcker steigen, ich bekomme mehr ukrainisches Geld für meinen Euro. Die Preise in der Ukraine steigen und gleichzeitig wird die ukrainische Währung – im Vergleich zu anderen Währungen – weniger Wert.

Die offiziellen Währungen der Welt werden also staatlich kontrolliert. Aber mit den Währungen wird auch weltweit ein Handel betrieben. Jeden Tag werden hunderte Milliarden damit bewegt. Investoren kaufen oder verkaufen den Dollar, den Euro und fast alle anderen Währungen dieser Welt. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis einer Währung. Der Preis für einen Dollar kann in Tokio anders sein, als zur gleichen Zeit in Moskau. Alleine aus dieser geografischen Differenz lässt sich Geld verdienen – oder Geld verlieren.